Die Geschichte der Methodistischen Kirche reicht zurück nach England.
Im 18. Jahrhundert begann eine Gruppe junger Studenten in Oxford dem zu ihrer Zeit üblichen studentischen Schlendrian einen anderen Lebensstil entgegenzusetzen.

Dies geschah durch regelmäßiges Bibelstudium, gemeinsame Gebete, Dienste an Armen, Kranken, Arbeitslosen und Gefangenen.
Durch ihren sehr methodischen Stil wurden sie schließlich als "Methodisten" bespöttelt. Der junge anglikanische Pfarrer John Wesley (1703-1791) wurde bald zum führenden Kopf dieser Studentengruppe, die durch ihre eigenen Bemühungen Gutes bewirken und Gott gefallen wollte.
Wesley ging 1735 als Missionar nach Nordamerika, musste aber feststellen, dass ihm ein persönlicher Glaube fehlt, der auch angesichts des Todes tragfähig bleibt.
1737 kehrte er nach England zurück und trägt in sein Tagebuch ein: "Ich ging nach Amerika, um die Indianer zu bekehren; doch ach, wer wird mich bekehren?".
Am Abend des 24. Mai 1738 hörte John Wesley in einer Abendveranstaltung in London die Vorrede Martin Luthers zum Römerbrief. Dort ist von Menschen die Rede, die durch »Besserung des Lebens und gute Werke« vergeblich Gott zu gefallen suchen, weil sie niemals genug dafür tun können.
Dann aber schreibt Luther vom Glauben als Wirkung Gottes in uns, die ganz neue Menschen aus uns werden lässt: Ein solch lebendiger Glaube bringt ganz selbstverständlich Gutes hervor. Er braucht sich auch nicht mehr darum zu bemühen, Gott zu gefallen, weil er weiß: Gott liebt mich wie ich bin und erneuert mein Leben.
Im Hören auf diese Auslegung wurde Wesleys Glaube grundlegend verändert: Er war sich gewiss, von Gott geliebt zu sein.
Wesley verband von nun an die Verkündigung dieser frohen Botschaft mit seinem sozialen Engagement. Aus kleinen Anfängen entstand eine wachsende Bewegung.
Eine Kirche sollte die methodistische Bewegung ursprünglich nicht werden. Erst Widerstände der großen Kirchen oder die Erfordernisse einer Missionsstation haben schließlich zur Bildung der ersten methodistischen Kirchen geführt. Vorrangig in den Vereinigten Staaten von Amerika, nach und nach aber in vielen Teilen der Welt.
Mitte des 19. Jahrhunderts auch in Deutschland die Bischöfliche Methodistenkirche und die Evangelische Gemeinschaft.

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